Porsche 944 Seitenschaden Ausbeularbeit



Der Besitzer dieses recht gepflegten 944 hatte "etwas Pech" auf der Nordschleife. Vorne rechts der Kotflügel und hinten links das Seitenteil haben den Leitplanken bedauerlich nachgegeben.

           

Die hintere Stoßstange, ein Kunststoffteil erwies sich sofort als Schrott. Bei der Seitenwand haben wir lange überlegt, ob der Austausch, der auf den ersten Blick unvermeidlich schien, wirklich sinnvoll sein würde. Hätte er nur den geringsten Rostansatz gehabt, wäre die Frage nicht aufgetaucht. Aber bei dieser ausgezeichneten Substanz wollten wir ohne Raustrenn- und Schweißarbeit zum Ziel kommen.
Zunächst wurde mit verschiedenen Hämmern und hydraulischen Ausbeulwerkzeug versucht, die Grundform einigermaßen wieder herzustellen.


        

Ungezählte Arbeitsstunden gingen dafür drauf. Aber es zeichnete sich ab, daß das Seitenteil tatsächlich erhalten bleiben konnte. Nachdem die grobe Form wieder stimmte, wurde das Rücklicht eingesetzt, um ein Maß für die feinere Form zu erhalten. Inzwischen war durch die vielen Hammerschläge der alte Lack dermaßen zerstört, daß es immer schwieriger wurde, Unebenheiten zu erkennen.
Es war an der Zeit, den alten Lack komplett herunter zu schleifen, immer wieder nachzurichten, immer wieder das Rücklicht und später auch die Stoßstange anzupassen, um die Oberfläche und auch die feinsten Formen wieder dem Ursprungszustand anzunähern.

           

Beim ebenfalls beschädigten vorderen Kotflügel stellte sich die Frage Ausbeulen oder Ersetzen nicht. Er wies einen Vorschaden auf, der, wie leider üblich, mit viel Spachtel kaschiert worden war. Der Kotflügel taugte damit nur noch für den Schrott.

  

Nachdem bei unserem Seitenteil alle Formen und Oberflächen wieder stimmten und glatt waren, wurde noch die Sicke zwischen Seitenteil und Heckblech verzinnt. Das war nötig, damit die Sicke später wieder ganz original hergestellt werden konnte.
Anschließend wurde das Seitenteil mit einer dünnen Schicht Feinspachtel überzogen. Nach der Glättung blieb eine Spachtelschicht im niedrigen Mikrometerbereich übrig. Selbst mit einem Schichtdickenmesser läßt sich die Reparatur nicht mehr nachvollziehen. Der Blick von innen zeigt, daß keine Beule mehr sichtbar ist.


        

Der Rest war Routine: Schleifen, Grundieren, Versiegeln, Lackieren. Auch von innen wurde das Blech ansehnlich hergerichtet und versiegelt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

              

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