Porsche 944 Seitenschaden


Wie ein Unfallschaden günstig und dennoch gut repariert wird, dabei das Augenmerk

auch auf langfristigen Werterhalt gelegt wird, sollen folgende Bilder von einem Auto

dokumentieren, das mit der rechten Seite Feindberührung mit einer Straßenlaterne

hatte und dabei ziemlich stark beschädigt wurde. Alle Arbeitsgänge und

Reparaturfortschritte werden nach und nach fotografiert und veröffentlicht:

28.12.2008, Unfallfahrzeug wird angeliefert:

      
 
     

14. Januar 2009:
Aus einem S2 mit schweren Front- und Seitenschaden links wurden das Seitenteil und der Schweller rechts herausgetrennt, um unserem schwarzen Unfallwagen als Ersatz zu dienen:

  

15. Januar 2009:

Viel Arbeit hat nun der Karosseriebauer. Das Seitenteil ist grob mit der Flex herausgetrennt. Jetzt müssen alle Schweißpunkte mit einem speziellen Schweißpunktbohrer aufgebohrt werden, damit ein sauber zu verarbeitendes Blech übrig bleibt.  Am Unfallauto müssen ebenso alle Schweißpunkte der Seitenwand und des Schwellers aufgebohrt werden. Diese Arbeit verschlingt allein einen ganzen Arbeitstag.

      

16. Januar 2009:
Weiter geht es mit dem Schweller. Darunter zeigt sich ernüchternd, daß auch vollverzinkte Autos nicht ewig rostfrei sind. Sie sind eher tückisch. Der Rost zeigt sich nämlich erst offensichtlich, wenn das Blech im Verborgenen praktisch nicht mehr existent ist.  Insofern ist für unseren schwarzen S2 die Unfallinstandsetzung zugleich auch die letzte Chance zur Rostbeseitigung geworden.

        

21. Januar 2009:
Jetzt folgt die Phase der Rostbeseitigung. Dabei muß sehr sorgfältig vorgegangen werden, damit hinterher alles zusammen paßt und die Spaltmaße stimmen. Außerdem ist schon in dieser Phase auf ordentlichen Korrosionsschutz zu achten.

         

     

22. Januar 2009:
Das Seitenteil ist inzwischen eingeschweißt. Die Schweißpunkte sind verschliffen.

          

Auch der Schweller ist wieder fest an seinem Platz:

         

23. Januar 2009:
Das Verschleifen der Schweißpunkte hat viel Zeit in Anspruch genommen, die keinen großen sichtbaren Erfolg bringt, dennoch sehr wichtig ist.

       


24. Januar 2009
Das Verzinnen der Schweißstellen und anschließendes Glätten ist die Hohe Schule der Karosseriebaukunst. Es ist viel aufwändiger als Spachteln, dafür aber langlebiger. Spachtel kann durch Ausgasung selbst nach langer Zeit noch einfallen. Deshalb sieht man bei gespachtelten Autos mitunter erst nach Monaten durch den Lack die Spachtelstellen. Bei Zinn passiert das nicht. Außerdem ist Zinn schon der erste Schritt in Richtung Rostvorsorge:

           
     


26. Januar 2009:
Die jetzt noch verbleibenden Unebenheiten werden mit Spachtel ausgeglichen. Dabei handelt es sich nicht um Füllspachtel, wie er bei billigen Karosseriearbeiten üblicherweise dick aufgetragen wird. Es ist lediglich Feinspachtel, dessen Schichtdicke nach dem Schleifen im Mikrometerbereich liegt und Poren oder Kratzer begradigt. Alle Stellen, an denen blankes Blech übrig bleibt, werden mit einer speziellen, roten Rostschutzfarbe versehen. Nach dem Zinn ist das die zweite Maßnahme der Rostvorsorge.

     

27. Januar 2009
Nach allen Vorbereitungen ist es an der Zeit den Grundier-Füller aufzutragen. Das ist eine Rostschutzgrundierung, die zugleich die letzten, feinsten Kratzer ausgleicht und den optimalen Untergrund für die endgültige Lackierung bietet:

           

28. Januar
Die Lackierung ist fertig.  Erste Detailfotos sind erlaubt. Mehr folgt, wenn der Wagen wieder zusammengebaut sein wird:

     

29. Januar 2009
Der Zusammenbau hat den Tag locker verstreichen lassen. Die letzten Handgriffe sind noch nicht erledigt. Aber es sieht schon wieder aus, wie ein Auto. Die finalen Kleinigkeiten, eine Grundreinigung und die Hohlraumkonservierung mit Mike Sanders Hohlraumfett stehen noch aus.

     

30. Januar 2009
Die Hohlraumkonservierung mit Mike Sanders Hohlraumfett ist durchgeführt - damit er in den nächsten 18 Jahren rostfrei bleibt.
Alles ist zusammengebaut und gereinigt. Das Auto kann abgeholt werden.

          

Ende !









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